Risikoaggregation als Voraussetzung bei zunehmender Unsicherheit!

Große Herausforderungen prägen die aktuelle Markt- und Wettbewerbssituation vieler Unternehmen. Die Covid-19 Pandemie klingt langsam ab, es ist jedoch noch unklar, welche Auswirkungen künftig auf die Unternehmen noch zukommen werden. Gleichzeitig zeigt der Eintritt gravierender geopolitischer Risiken die hohe Vulnerabilität unserer Wirtschaft. Lieferketten werden unterbrochen und die Verfügbarkeit elementarer Rohstoffe für wesentliche Wertschöpfungsketten steht plötzlich in Frage.  

Wieviel Risiko trägt Ihr Unternehmen?

Unternehmen stehen daher vor Unsicherheiten in einem für sie bislang nicht bekannten Ausmaße. Diese Unsicherheiten müssen in der strategischen künftigen Ausrichtung und der operativen Steuerung der Unternehmen berücksichtigt werden. Wie resilient sind jedoch Unternehmen gegenüber künftigen Herausforderungen aufgestellt?   

Vor diesem Hintergrund stellen sich für jedes die Unternehmen die Fragen, wie hoch ist die spezifische Gesamtrisikosituation tatsächlich und wie groß ist die eigene Risikotragfähigkeit? Reichen unsere finanziellen Mittel, um Risiken abzudecken, ohne dabei eine Bestandsgefährdung zu riskieren? Wie widerstandsfähig sind wir als Unternehmen, um im aktuellen Markt- und Wettbewerbsumfeld erfolgreich zu bestehen? 
Die Fragestellungen zeigen, dass Risikoaggregation und Risikotragfähigkeit wesentlich für die strategischen Entscheidungen in Unternehmen sind. Gleichzeitig gewinnen beide Themen auch aus regulatorischen Gesichtspunkten immer mehr an Bedeutung. Sie sind zentrale Eckpfeiler der neuen Fassung des IDW Prüfungsstandards 340. Erst wenn die Gesamtrisikosituation sowie die Risikotragfähigkeit des Unternehmens bekannt sind, kann auch das maximale Risikoausmaß bestimmt werden, welches das Unternehmen ohne Gefährdung seines Fortbestands noch tragen kann. 
Beide Facetten – Spielraum für unternehmerische Entscheidungen und Sicherung des Fortbestands – zeigen die hohe Relevanz von Risikoaggregation und Risikotragfähigkeit für die künftige Entwicklung der Unternehmen.  

Risikomanagement in der Krise – Risikoaggregation und Risikotragfähigkeit im Fokus

Die COVID-19 Pandemie sowie geopolitische Krisen offenbaren große Schwächen im Risikomanagement zahlreicher Organisationen. Während das World Economic Forum in seinen jährlich erscheinenden Global Risk Reports regelmäßig vor Risiken aufgrund von Pandemien und geopolitischen Entwicklungen warnte, spielten diese im Risikomanagement – wenn überhaupt – bislang nur eine untergeordnete Rolle.  Es sind aber gerade diese globalen Entwicklungen mit ihren unzähligen Abhängigkeiten, die erhebliche Auswirkungen auf die aktuelle Risikosituation sowie die künftigen Erfolge der Unternehmen haben.  

Aufgrund der aktuell gravierenden Entwicklungen und den potenziellen Auswirkungen auf Unternehmen rücken die Risikoaggregation und die Analyse der unternehmensspezifischen Risikotragfähigkeit in den Fokus. Ohne die systematische Aggregation von Einzelrisiken unter Berücksichtigung von Interdependenzen und die Betrachtung der Risikotragfähigkeit, sind keine fundierten Aussagen über die Bestandsgefährdung des Unternehmens möglich. Es kann keine seriöse Einschätzung darüber getroffen werden, in welchem Verhältnis das Gesamtrisiko zur finanziellen Deckungsmasse steht. Zugleich fehlt auch eine Grundlage, um unternehmerischen Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen: das kluge Abwägen von Erträgen und Risiken.  

Konzepte zur Risikoaggregation und Risikotragfähigkeit als Schlüssel zum Erfolg

Neben dem eindeutigen betriebswirtschaftlichen Nutzen von Konzepten zur Risikoaggregation und Risikotragfähigkeit verschärft die neue Fassung des IDW PS 340 die Anforderungen an deren Ausgestaltung und Nachweisbarkeit. Diese Vorgaben setzen den Rahmen für die Berechnung der Risikotragfähigkeit und die Umsetzung der Risikoaggregation, ohne den Unternehmen dabei Spielräume zur spezifischen Ausgestaltung der Konzepte zu nehmen.    

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Zur Analyse der Risikotragfähigkeit ist zunächst ein möglichst vollständiges, realistisch bewertetes und aggregiertes Risikoportfolio erforderlich. Gerade im Bereich der durchgehenden Quantifizierung und Aggregation von Risiken gibt es in vielen Unternehmen noch Nachholbedarf. Hierzu bedarf es einer einheitlichen Methodik und geeigneter Kriterien zur systematischen Bewertung und Aggregation von Risiken. Dabei sind Interdependenzen zwischen Einzelrisiken zu berücksichtigen, um sich gegenseitig verstärkende oder auch kompensierende Effekte zu erkennen. Erst das Vorliegen einer Aggregationsmethodik ermöglicht es, die Gesamtrisikosituation den Kriterien der Risikotragfähigkeit gegenüberzustellen. Hierzu muss die Logik hinter der Bewertungsmethodik konsistent zu derjenigen der Risikotragfähigkeit sein.  

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Für die Analyse der Risikotragfähigkeit gilt es, diese an nachvollziehbare und messbare Kriterien zu knüpfen. Hierzu können beispielsweise das Eigenkapital, die Liquidität oder Ratings herangezogen werden. In der Praxis wird überwiegend der liquiditätsbasierte Ansatz für die Berechnung der Risikotragfähigkeit genutzt.  

Das Konzept zur Analyse der Risikotragfähigkeit ist dabei auf jedes Unternehmen individuell anzupassen. Dies betrifft unter anderem den Zeithorizont, der der Definition der Risikotragfähigkeit zugrunde liegt, und mit dem Planungshorizont des Unternehmens übereinstimmen muss. Zudem gilt es die die Analysekriterien auf die Branche, die unternehmensspezifische Situation und die Wirtschaftslage anzupassen sowie regelmäßig auf ihre Angemessenheit zu überprüfen. 
Mit der im IDW PS 340 n.F. explizit geforderten Einbindung des Vorstandes bei der Entscheidung über die Risikotragfähigkeit des Unternehmens schließt sich der Kreis für eine engere Verzahnung des Risikomanagements mit der Unternehmenssteuerung.  

Stärkere Integration von Risikomanagement und Unternehmenssteuerung

Für eine enge Verzahnung von Risikomanagement und Unternehmenssteuerung wird sich das unternehmensweite Risikomanagement künftig breiter aufstellen müssen, so dass Risiken aus den Bereichen Geopolitik, Umwelt und Gesundheit aber auch aus den globalen Lieferketten in der Analyse eine stärkere Rolle spielen. Das Ziel muss es sein, schnell, zielgerichtet und konsequent nach der Identifikation und Analyse dieser Risiken zu reagieren.  

Für die erfolgreiche Steuerung des Unternehmens ist es erforderlich, dass die primär subjektiven Risikoeinschätzungen mit objektiven Daten aus internen und, externen Quellen hinterlegt werden. Die Erarbeitung von Risikoszenarien und die Durchführung von Risikosimulationen bilden die Grundlage für die Entwicklung von Strategien und Plänen zur Bewältigung zukünftiger Krisen. Die Umsetzung fundierter Konzepte zur Risikoaggregation und Risikotragfähigkeit nehmen dazu eine Schlüsselrolle bei der Verzahnung von Risikomanagement und Unternehmenssteuerung ein.  

GRC Software - Transparenz und Verfügbarkeit aller Risikoinformationen zur Ermittlung der Gesamtrisikosituation des Unternehmens

Die Konzepte zu Risikoaggregation und Risikotragfähigkeit sowie die kontinuierliche Beobachtung der aktuellen Risikosituation erfordern eine innovative Softwarelösung wie BIC Enterprise Risk, die alle relevanten Risikoinformationen erfolgreich vereint. Erst ein ganzheitlicher Blick auf die Risikosituation des Unternehmens ermöglicht die Analyse der individuellen Risikotragfähigkeit und bildet den Rahmen für unternehmerische Entscheidungen in einem von großen Unsicherheiten geprägten Markt- und Wettbewerbsumfeld.  

Verfügbare Risikoinformationen werden in BIC Enterprise Risk transparent aufbereitet, auf Basis von Risikoszenarien mittels Simulation und Stress Testing aggregiert und die Gesamtrisikosituation ermittelt. Durch die Verwendung konsistenter Bewertungsmethoden lässt sich diese dann der Risikotragfähigkeit des Unternehmens gegenüberstellen. Entscheidungsträger im Unternehmen erhalten so aus einem integrierten, ganzheitlichen Risikomanagement alle relevanten Risikoinformationen und können in Krisensituationen jederzeit schnell und konsequent auf Herausforderungen reagieren.  

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In unserem Webinar "Wieviel Risiko trägt Ihr Unternehmen?" gehen unsere GRC Experten auf die Themen Risikoaggregation und Risikotragfähigkeit ein und zeigen Ihnen live im Tool, wie eine konkrete Umsetzung aussehen kann. Oder entdecken Sie unsere Out-of-the-Box Lösung BIC Enterprise Risk für ein professionelles Risikomanagement, das die gängigen Standards abdeckt.

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